Wie kommt eigentlich französisches Premium-Roastbeef in den deutschen Supermarkt?

Wie kommt eigentlich französisches Premium-Roastbeef in den deutschen Supermarkt?

Auf der Suche nach besonderen Produkten strecken wir unsere Fühler in alle möglichen Richtungen aus. Neben tollen Wurst- und Schinken-Produkten haben wir zum Beispiel auch Frischfleisch-Spezialitäten im Angebot – oft unter eigenen Marken. Generell müssen alle unsere Delikatessen unsere hohen Ansprüche erfüllen. Und um uns von der Qualität zu überzeugen, ist schon mal die ein oder andere Fahrt in das jeweilige Ursprungsland nötig. Bis die Erzeugnisse dann endgültig marktreif sind, ist es zum Teil ein langer Weg. Heute wollen wir Euch mit auf Reisen nehmen und erzählen Euch, wie unsere Marke Château Boeuf entstanden ist.

Wenn uns zu Ohren kommt, dass es an einem bestimmten Ort ein besonders gutes Produkt geben könnte, dann folgen wir der Spur in der Regel erstmal zum Ursprung. Im Falle von Château Boeuf war die Idee einfach: Frankreich steht für ausgezeichnetes Rindfleisch und dazu passende traditionelle Fleisch- und Zweinutzungsrassen. Ein Fall für unseren Einkaufsleiter Fleisch Dirk Bußmann. Er ist Metzgermeister, Landwirt und Jäger. Fleisch ist seine größte Leidenschaft. So machte er sich also auf den Weg in die Grande Nation, um sich dort nach passenden Bauernhöfen umzusehen, wo solche Tiere aufgezogen werden. Als Gourmet-Experten wissen wir: Bei gutem Fleisch kommt es aber natürlich nicht nur auf die Rinderrasse an. Auch alle anderen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Von artgerechter Haltung über das Futter bis hin zum Transport – das alles kann man später schmecken. Unser Fleisch-Freak Dirk hat deshalb die Betriebe, die er besucht hat, ganz genau unter die Lupe genommen. Es handelte sich um familiäre Bauernhöfe, die das Futter für ihre Tiere zum Großteil selber herstellen und ihr Wissen jeweils an die nächste Generation weitergeben. Diese Betriebe arbeiten nach dem Lastenheft Jungbullenexport (Jeune Bovin Export). Hier sind alle Standards und Kriterien für Aufzucht und Verarbeitung genau festgelegt.

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Gemeinsam Konzepte entwickeln
Sind erstmal die passenden Lieferanten für das Fleisch gefunden, geht es um die Weiterverarbeitung. Bei Château Boeuf handelt es sich um französisches Jungbullenfleisch. Die Tiere wachsen in Frankreich auf und werden dort auch geschlachtet. Auch bei der Suche nach einem passenden Unternehmen für Schlachtung und Zerlegung war Dirk gefragt – natürlich wieder direkt vor Ort. Wichtig bei der Auswahl unserer Partner ist eine intensive Zusammenarbeit in allen wichtigen Bereichen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, welche Zuschnitte für den deutschen Markt geeignet sind. Dirk entwickelte gemeinsam mit den Metzgermeistern individuelle Konzepte. Er zeigte persönlich vor Ort, wie die Teilstücke aussehen sollten und legte dabei auch selbst Hand an. So wussten die Mitarbeiter vor Ort ganz genau, wie das Ergebnis aussehen muss. Es kommt aber nicht nur auf die Beschaffenheit der Teilstücke, sondern auch auf ihre Reifung an. Auch diesen Prozess haben wir mit den Partnern vor Ort entwickelt. Bei Château Boeuf garantieren wir zum Beispiel eine bestimmte Reifezeit für BBQ-Zuschnitte.

Probieren geht über Studieren
Bevor wir die neue Marke dem Lebensmitteleinzelhandel präsentiert haben, gab es eine Testphase, in welcher wir zum Beispiel verschiedene Zubereitungen verkosteten. Erst, als uns die Qualität mehrmals überzeugen konnte, begonnen wir mit der Vermarktung. Dann war unser Vertrieb gefragt, der die Erzeugnisse den Supermärkten vorstellte. Vom Lebensmitteleinzelhandel gab es auch noch mal Anmerkungen, die wir gemeinsam mit unseren französischen Kollegen bearbeiteten. Im Fall von Château Boeuf ist REWE unser exklusiver Partner in Deutschland. Unser Fleisch ist in vielen Märkten erhältlich und in der Frischetheke gut gekennzeichnet.

Parallel mussten wir natürlich auch noch ein bisschen Papierkram und Bürokratie erledigen und unsere Marke anmelden. Als dann wirklich alles spruchreif war, war es Zeit, unsere Marke auch den Konsumenten zu präsentieren. Dafür haben wir für Château Boeuf unter anderem einen Imagefilm in Frankreich gedreht, der zeigt, wie unser Fleisch produziert wird. Besonders bei Dirk war die Freude darüber groß, sein neues „Baby“ zu verfilmen – und das war ihm auch anzusehen.



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