So feiert Europa Weihnachten

So feiert Europa Weihnachten

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Geselligkeit und für gemütliche Stunden mit der Familie. Wir sitzen an Heiligabend am liebsten in kleiner Runde um den Weihnachtsbaum, packen Geschenke aus und essen anschließend ausgiebig. Doch Ihr kennt ja den Spruch: Andere Länder – andere Sitten. Wir haben uns auf unseren Reisen quer durch Europa umgehört, welche Weihnachtsbräuche es andernorts gibt. Einige bekannte, aber auch außergewöhnliche Bräuche rund um das Weihnachtsfest haben wir dabei kennengelernt.

Frankreich

Die Franzosen sind ja bekannt für ihre Leidenschaft für gutes Essen – keine Überraschung also, dass ein üppiges Festmahl auch an Weihnachten nicht fehlen darf. Zu den traditionellen Gerichten gehört die „Dinde aux marrons“. Das ist ein Truthahn, der mit Maronen garniert ist. Eine andere Delikatesse mit Austern, Pasteten und Truthahn ist die „Reveillon“. Zu allen Speisen wird natürlich Champagner getrunken, denn es wird schließlich Geburtstag gefeiert. Am Heiligen Abend werden die Speisen serviert, das Essen zieht sich aber durch die ganze Nacht. In manchen Haushalten werden sieben Gerichte und dreizehn Desserts serviert – jedes für einen Apostel und Jesus Christus.

Polen

„Wigilia“, der Heilige Abend, ist in Polen das wichtigste Familienfest im Jahr. Es wird angenommen, dass der Tagesablauf des 24. Dezembers Einfluss auf das kommende Jahr nehmen wird. Das Festmahl beginnt, sobald der erste Stern am Himmel zu sehen ist – hoffentlich ist es nicht bewölkt 😉 Vor dem Essen wird das Weihnachtsevangelium verlesen, anschließend teilen sich alle Anwesenden eine Oblate. Auch die Tiere bekommen eine, weil der Glaube vorherrscht, dass in dieser magischen Nacht auch die Tiere sprechen können. Für die Verstorbenen wird an der Tafel ein zusätzliches Gedeck vorbereitet. Auch in Polen wird symbolisch für jeden Apostel ein Gericht serviert.

Finnland

Ganz typisch für die Finnen gehört der Saunagang auch an Weihnachten dazu: Nach der Verkündung des Weihnachtsfriedens um 12 Uhr mittags an Heiligabend geht es mit der ganzen Familie auf den Friedhof und anschließend in die Sauna, um die Verstorbenen am Weihnachtsfest teilhaben zu lassen. Mit dieser Tradition werden die Weihnachtstage auf typisch finnische Art eingeläutet. Kulinarisch geht es anschließend ans Eingemachte: Zu den Festtagen wird ein finnischer Weihnachtsschinken kredenzt, auch „Joulukinkku“ genannt. Dieser gepökelte Schinken wird im Ofen gegart und mit einer Mischung aus Zucker, Senf und Paniermehl paniert.

England

Neben dem traditionellen Essen mit Truthahn und Plumpudding gehört zur englischen Weihnachtstradition das Versenden von Weihnachtskarten. Für viele ein regelrechter Sport, wetteifern die Engländer darum, wer die meisten Grußkarten auf dem Kamin stehen hat. Selbst zugeschickte Karten sind natürlich ausgeschlossen 😉

Das Essen ist auch in England sehr festlich mit Papphütchen und Christmas Crackers, also kleinen Knallbonbons. Geschenke verteilt Father Christmas erst in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember – wenn er nicht vom Weg abkommt, denn in jedem Haus wartet neben einer Schüssel Mince Pie ein Gläschen Sherry auf ihn.

Spanien

Die Weihnachtstage starten in Spanien am 22. Dezember mit der Weihnachtslotterie „Sorteo de Navidad“. Die Ziehung der Gewinnerzahlen wird live im Fernsehen übertragen. Glücksspielartig geht es auch an Heiligabend weiter: Nach dem gemütlichen und üppigen Familienessen mit Truthahn, Spanferkel oder Lamm wird das Geschirr gegen die Urne des Schicksals getauscht. Darin befinden sich kleine Geschenke, aber auch ein paar Nieten.

Italien

Auch in Italien hat das Weihnachtsessen eine wichtige Bedeutung. An Heiligabend wird den Tag über gefastet, am Abend wird dann groß aufgetischt – allerdings kein Fleisch. Das wird am 25. Dezember nachgeholt mit Fleischgerichten, Wurst und Salami. Stattdessen wird am 24. Dezember gefastet und es gibt Dorade, Lachs oder Wolfsbarsch.

In der Weihnachtszeit werden Krippen aufgebaut, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Teilweise kommt es zum Wetteifern und „Wettkämpfen“ zwischen benachbarten Gemeinden um die schönste Krippe.

 

Bei diesen ganzen tollen Traditionen kommt man aus dem Feiern und Essen gar nicht mehr heraus, oder?

Was fehlt, sind nur noch die passenden Zutaten: Ob ein Schweine-Nacken-Kernstück von Duroc für das spanische Familienessen, feines polnisches Färsenfleisch von Gut Bressau oder Jungbullen Roastbeef von Château Boeuf® – mit unseren Markenfleisch-Programmen wird das traditionelle Familienfest das Highlight am Ende des Jahres!

 

In diesem Sinne wünschen wir Euch eine besinnliche Weihnachtszeit mit schönen neuen und alten Bräuchen!

 

Eure Gourmet Scouts

 

Bildnachweis: Freepik


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