Sülze bedeutet Vielfalt – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sie zuzubereiten.
Fettarm, vielseitig und gleichzeitig sättigend soll sie sein. Bewusste Ernährung ist eine Herausforderung, die aus vielen Faktoren besteht. Ein Produkt, das schon fast abgeschrieben war, erlebt gerade sein Comeback, da es genau diese anfangs genannten Faktoren vereint: die Sülze.
Man nehme mageres Fleisch, Gemüse oder Obst und eben das, was man sonst noch so für sein Geschmackserlebnis nutzen möchte. Vom Ei bis zur Orange sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Das Ganze gehüllt in Aspik macht es zur echten Spezialität. Diese Individualität, die perfekt zu heutigen Lifestyle-Vorbildern passt, hat die Sülze vom Arme-Leute-Essen sogar in die Sterneküche geholt. Auch Nachhaltigkeit spielt hier eine Rolle: Beim „From-nose-to-Tail-Prinzip“ wird, wie der Name verrät, das gesamte Tier von der Nase bis zum Schwanz verwertet, um möglichst wenig Abfall zu produzieren. So findet Ihr beispielsweise in der Schweinskopfsülze den mageren Wangenmuskel, der lange keine Verwendung fand und nun eine echte Alternative zu Kalbs- oder Rinderbäckchen ist. Noch dazu enthält diese fettarme Spezialität wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Kalium, Eisen und Zink. Vielleicht habt Ihr noch nie eine Sülze gegessen? Dann wäre jetzt der perfekte Moment, um sie mal zu probieren. Denn wo ein Trend ist, wachsen auch Qualität und Auswahl. Wir haben erst kürzlich für Euch eine neue Sülzen-Spezialität aus Belgien zu uns nach Deutschland geholt. Die findet Ihr schon bald in Eurem gut sortierten Supermarkt, aber dazu später mehr!

Eine kleine Sülzenkunde
Meistens wird Sülze kalt serviert, da der Aspik schon bei 30°C schmilzt. Perfekt fürs Buffet, Picknick, aufs Brot, als einfacher Snack oder auch zum Abendessen. Wer noch etwas jünger ist, mag Sülze zunächst etwas gewöhnungsbedürftig finden. Doch richtig kombiniert, beispielsweise mit Bratkartoffeln, Speck, Salat und Remoulade ist sie ein echter Genuss und ein guter Einstieg in die Sülze-Welt. Ihr könnt sie also auch prima warm und für viele geschmolzen verzehren.
Grundsätzlich wird zwischen vielen verschiedenen Arten von Sülze unterschieden:
• Schinkensülze ist eine hochwertige Sülze, die hauptsächlich aus klein geschnittenen, fettarmen Schinkenwürfeln besteht. Sie kann dünn als Brotbelag aufgeschnitten werden.
• Kalbfleischsülze ist eine beliebte Sommersülze und besteht aus mageren Kalbfleischwürfelchen, die zum Beispiel mit Ei, Karotte oder Gurke kombiniert werden.
• Geflügelsülze ist ein ostdeutscher Klassiker aus magerem Puten- oder Hähnchenfleisch mit verschiedenen kleingeschnittenen Gemüsesorten.
• Wurstsülze wird meist aus fein geschnittener Lyoner oder Schinkenwurst hergestellt und mit sauer eingelegten Paprika- oder Gurkenstücken ergänzt.
• Zungensülze wird aus Schweinezungen und ausgekochten Schweineschwarten zubereitet. Die fertige Sülze ist ideal für eine rustikale Brotzeit.
• Fischsülze wird aus festen Fischsorten wie Zander, Lachs oder Forelle hergestellt und mit Fischfond übergossen. Sie wird oft als dekorative Vorspeise serviert.
• Gemüsesülze wird aus verschiedenen essigsauer eingelegten Gemüsesorten hergestellt, z.B. Möhren, Blumenkohl oder Paprika. Sie schmeckt als Vorspeise oder Beilage.

Ihr merkt es schon: die Auswahl ist groß. Wir finden jedenfalls immer wieder neue Sülzen, die uns begeistern! Kürzlich haben wir die neue Sweet Chili-Hähnchensülze von Gold Meat aus Belgien nach Deutschland gebracht. Hähnchenfleisch in Aspik, verfeinert mit Chili- und Paprikaflocken, die für eine angenehme Schärfe sorgen. Schon bald findet Ihr sie in Eurem gut sortierten Supermarkt! Aber jetzt wollen wir Euch nicht länger aufhalten.
Viel Spaß beim Durchprobieren
Eure GourmetScouts
Fotos: Adobe Stock / ptasha, Prostock-studi, Mariia



